Mein Jahr als Keramikerin, Small Business Gründerin und Heartmade4home-Macherin

In meinem Jahresrückblick 2025 nehme ich dich mit hinter die Kulissen meines handmade Labels Heartmade4home, meinem kleinen Keramik-Atelier in Mössingen (Baden-Württemberg). Ein Jahr voller Wachstum, Herausforderungen, intensiven Lernmomenten und ganz viel Herzblut für meine handgemachter Keramik – von neuen Gartenkeramik-Unikaten über meine personalisierte Hausnummer bis hin zur Eröffnung meines eigenen Online-Shops. Ich erzähle ehrlich, was es heißt, hochwertige Keramik Unikate in reiner Handarbeit zu fertigen, welche Hürden ein Handmade-Business wirklich hat und warum SEO, GEO, Social Media, Newsletter und Technik mich 2025 besonders beschäftigt haben. Wenn du dich für Gartenkeramik, Keramik Unikate, den Alltag eines Small Business oder den Weg einer nebenberuflichen Gründerin interessierst, findest du hier einen ehrlichen Einblick in das, was ein Handmade-Business wirklich ausmacht.

Mein Jahresrückblick 2025

Mein Jahresrückblick 2025

Wenn ich an mein Jahr mit meinem Handmade-Label Heartmade4home zurückdenke – an all die Stunden voller handgemachter Keramik, an mein sogenanntes Small-Business, meinen kleinen Herzensbetrieb – dann wirkt mein Jahresrückblick 2025 wie einer dieser verschlungenen Waldpfade: mal weit und sonnig, mal eng und überraschend, mal still, mal voller Tempo. Ein Weg, der mich immer wieder herausgefordert, getragen und weitergebracht hat.

Ich hatte oft das Gefühl, gleichzeitig Marathon und Bergwanderung zu machen: mit Keramikstaub auf der Kleidung, einem Kaffee in der Hand und tausend Gedanken im Kopf. Manchmal lief alles rund, manchmal absolut gar nichts – und trotzdem ging es immer weiter, Schritt für Schritt.

2025 war das Jahr, in dem ich mutiger wurde, Grenzen klarer spürte, mein Herz noch stärker in meine Keramik legte und mich selbst immer wieder neu sortieren musste. Ein Jahr voller Aha-Momente, kleiner Erfolge, tiefer Unsicherheiten – und dem leisen, aber hartnäckigen Gefühl: Ich bin auf dem richtigen Weg.

Und genau auf diesen Weg nehme ich dich jetzt mit.
Willkommen in meinem Jahresrückblick 2025.

WAS WAREN MEINE WICHTIGSTEN THEMEN UND MOMENTE DES JAHRES 2025?

Mein Start ins Bloggen

Ende 2024, mitten in meinem Winterurlaub in Italien, stolperte ich zufällig über einen Aufruf von Judith Peters (Sympatexter), einen Jahresrückblick zu schreiben. Ehrlich gesagt war mein erster Gedanke: „Oh nein, nicht noch eine Aufgabe!“ Aber je länger ich darüber nachdachte, desto reizvoller wurde die Idee. Write like nobody’s reading – das fühlte sich plötzlich nach einer Einladung an.

  • Jahresrückblog Worksheet
    Jahresrückblog Worksheet

Eine öffentliche Schreiberfahrung hatte ich nicht. Aber Schreiben lag mir schon in der Schule, und Rechtschreibung war nie mein Feind. Also meldete ich mich für Judiths dreitägige Online-Anleitung an und beschloss, meinen ersten Jahresrückblog zu wagen. Nicht direkt im Blog, sondern zunächst ganz oldschool: mit einem Journal, Stift und feinsäuberlichen Notizen zu all den Themen, die ich festhalten wollte.

Und dann passierte etwas Unerwartetes. Je mehr ich schrieb, desto leichter wurde ich. Es war, als würde sich der Ballast des Jahres Satz für Satz von mir lösen. Schreiben ordnete meine Gedanken, meine Zweifel, meine Unsicherheiten. Plötzlich sah ich klarer, wie viel ich in meinem ersten Jahr der Selbstständigkeit eigentlich geleistet hatte – was für ein Marathon das war und wie viel Arbeit, Herz und Mut darin stecken.

Eigentlich wollte ich den Jahresrückblick spätestens am 5. Januar veröffentlichen. Doch in den italienischen Bergen war das Internet eher Deko als funktional, und mit iPad, Handy und meinen notorisch empfindlichen Augen war produktives Arbeiten ein Wunschtraum. Also entschied ich mich, den Text erst zuhause am PC fertigzustellen. Und ich dachte naiv: „Einen Blog einzurichten kann ja nicht so schwer sein…“

Tja. Falsch gedacht.

Zurück zuhause merkte ich schnell, dass schon die technische Einrichtung die erste Hürde des Jahres war. Mein Plan: einfach eine Blogseite auf meiner bestehenden Homepage anlegen – mit WordPress, wie Judith es empfahl. „Einfach zu bedienen“, hieß es. Die Realität: gar nicht.

Mein Provider Ionos erklärte mir nüchtern, dass ich dafür eine komplett neue WordPress-Website bräuchte. Nicht integriert, sondern separat. Ich müsste dann eben einen Link setzen. Großartig.

Hätte mir jemand vorher gesagt, welche technischen Berge ich da noch erklimmen würde – ich hätte wahrscheinlich erst mal tief eingeatmet. Aber zurückrudern kam nicht infrage: Ich hatte schließlich im Urlaub (!) meinen Jahresrückblick geschrieben. Jetzt gab es kein Zurück mehr. Augen zu und durch, Melanie.

Also begann ich, eine zusätzliche Website in WordPress aufzubauen. Erst versuchte ich alles nach Bauchgefühl – ein großer Fehler. WordPress funktioniert entweder, weil man weiß, wie es funktioniert, oder eben gar nicht. Ich würde mich selbst nicht als Technik-Naturtalent bezeichnen, aber bisher habe ich immer irgendwie meinen Weg gefunden. Also tauchte ich ab in nächtelange YouTube-Tutorials, klickte mich durch sämtliche Einstellungen, probierte, scheiterte, probierte weiter.

Und tatsächlich: Am 15. Januar ging mein Jahresrückblick 2024 online.
Halleluja.

  • Meine Blogseite über World Press
    Meine Blogseite über World Press

Aufnahme meiner personalisierten Hausnummer in mein Verkaufssortiment

Ein großer Vorsatz aus 2024 war, endlich eine personalisierte Hausnummer in mein Sortiment aufzunehmen. Keine Hausnummer von der Stange, wie man sie überall sieht – schlicht, austauschbar und ohne Seele. Ich wollte ein Stück schaffen, das Persönlichkeit zeigt. Ein Statement am Hauseingang.

Mit eingearbeitetem Häkelmuster, wunderschönen eingestempelten Ziffern, handgefertigt und handbemalt. Eine Hausnummer, die so einzigartig ist wie die Menschen, die dahinter wohnen. Eine Hausnummer, bei der man schon beim Heimkommen lächelt, weil sie einfach besonders ist.

Ich habe lange getüftelt: Muster für ein- und mehrziffrige Hausnummern erstellt, fotografiert, gefilmt, verworfen und neu gedacht. Und am 25.02.2025 war es so weit – ich konnte meine personalisierte Hausnummer endlich online stellen. Ein richtiges Herzensprojekt. Und was soll ich sagen: Die Rückmeldungen sind durchweg positiv. Endlich eine Hausnummer, die nicht 08/15 ist, sondern mit Liebe gestaltet. Inzwischen durfte ich sogar drei Sonderanfertigungen mit Sonderzeichen gestalten – jedes davon ein kleines Kunstwerk für sich.

Trotz der nötigen Bearbeitungszeit von 8–10 Wochen lassen sich die Kundinnen und Kunden nicht abschrecken. Das berührt mich sehr. Denn echte Handarbeit braucht Zeit – vor allem, wenn man wie ich noch nebenberuflich töpfert.

  • Meine personalisierte Hausnummer
    Meine personalisierte Hausnummer

Wie stelle ich eine personalisierte Hausnummer aus Steinzeug für dich her?

Der Prozess ist aufwendig und achtsam:
Zuerst forme ich die Grundplatte und rolle das Häkelmuster ein. Danach stemple ich die Ziffern ein oder ritze Sonderzeichen präzise von Hand. Es folgt eine mindestens zweiwöchige, sehr kontrollierte Trocknungsphase, in der ich das Schild mehrmals täglich vorsichtig wenden muss, damit es sich nicht verzieht.

Nach dem Schrühbrand glasiere ich jede Hausnummer mit dem Pinsel – Schicht für Schicht. Und weil mir Nachhaltigkeit wichtig ist, fülle ich meinen Ofen erst, wenn er sinnvoll ausgelastet ist. Handgemachte Keramik ist kein Schnellprodukt. Sie ist Hingabe, Geduld und Sorgfalt. Und genau deshalb lohnt es sich.

Oft ist ein Schild schon nach sechs Wochen fertig. Aber ich gebe lieber eine großzügige Bearbeitungszeit an, als jemanden zu enttäuschen. Wer bestellt, bekommt seine eigene kleine „Ofen-Reservierung“ – ein Platz im nächsten Brand, nur für dieses Unikat.

Am selben Tag, dem 25.02.2025, habe ich außerdem einen Blogbeitrag veröffentlicht – darüber, warum eine gut sichtbare Hausnummer sogar Leben retten kann. Wenn du magst, lies gerne rein:
👉 https://www.heartmade4home.de/blog/personalisierte-hausnummer-aus-keramik-1807

Wort des Jahres - KI-Ära

Ja, ChatGPT erleichtert mein Business ungemein. Mein „bester Freund“ im digitalen Arbeitsalltag hilft mir dabei, meine Texte sprachlich zu verfeinern oder Themen zu recherchieren, die ich für Blog, Shop oder Newsletter brauche. Diese Art von Unterstützung schätze ich sehr – sie spart Zeit und sortiert Gedanken.

Aber was aktuell im Bereich KI passiert, geht für mich weit über sinnvolle Unterstützung hinaus. Mitte September erhielt ich ein „unsagbar verlockendes“ Angebot, mir Schritt für Schritt einen KI-Zwilling zu erstellen – ein digitales Ich, das realistische Fotos und Videos für Social Media erzeugt, damit ich selbst nicht vor die Kamera muss.
Und mein erster Gedanke war: What the fuck?!

Ein KI-Zwilling mag perfekt aussehen, immer funktionieren und im Sekundentakt Inhalte ausspucken. Aber ich möchte nicht funktionieren – ich möchte echt sein. Lebendig sein. Nähe und Vertrauen entstehen für mich nicht durch eine Maschine, sondern durch Menschen. Meine Marke lebt von Handarbeit, Herzarbeit und Persönlichkeit. Von mir.

Und genau deshalb gehört meine Stimme auch wirklich mir – nicht einer künstlich generierten Kopie.

Meine Entscheidung zur Nutzung eines KI-Zwillings zur Contenterstellung auf Instagram ist glasklar:

KI darf mir in meinem Handmade-Business helfen, aber niemals mich ersetzen.
Lieber unperfekt und authentisch als perfekt und seelenlos. Ohne mich!
Ich bin ein Unikat – genauso wie meine handgefertigten Keramikwerke.

Meine ausführliche, ehrliche Meinung über dieses ganze „KI-Zwilling“-Thema findest du in meinem Blogartikel:
👉 https://www.heartmade4home.de/blog/ki-zwilling-oder-digitaler-zwilling-braucht-das-mein-handmade-label-1808

  • Online-Shop www.heartmade4home.de.
    Online-Shop www.heartmade4home.de.

Mein eigener Shop Heartmade4home ist online

Am 26. Oktober 2025 war es endlich soweit - mein eigener Onlinshop www.heartmade4home.de ging live:

Nach vielen Wochen Arbeit, Feinschliff und technischen Hürden habe ich meinen eigenen Online-Shop eröffnet. Ein Moment, auf den ich seit Beginn meiner Selbstständigkeit hingearbeitet habe. Und ja – ich gebe zu: Es fühlt sich fantastisch an, wenn Kund:innen nicht mehr sagen: „Das habe ich auf Etsy gekauft“, sondern:
„Schau mal – dieses wunderschöne handgemachte Einzelstück ist von Heartmade4home.“
Genau so sollte es sein. Genau so wollte ich es immer.

Von Anfang an war mir klar, dass ein eigener Shop der nächste logische Schritt ist, wenn ich mein Label wachsen lassen und langfristig davon leben möchte. Also habe ich verschiedene Systeme verglichen, mich mit anderen Handmade-Labels ausgetauscht und schließlich eine eindeutige Entscheidung getroffen: Azoo.

Ein Shop-System aus Berlin – nicht aus „Sankt Irgendwo“ – speziell entwickelt für kleine Labels wie meins. Und was soll ich sagen? Ich bin begeistert:

  • einfacher Artikelimport direkt von Etsy
  • intuitive Gestaltung ohne unnötigen Schnickschnack
  • schneller, persönlicher Support
  • genial einfache Verknüpfungen zu anderen Tools

und das absolute Highlight: Ich konnte meinen WordPress-Blog kündigen und direkt in den Shop integrieren.

Keine Kommentarfunktion? Macht nichts. Wer etwas sagen möchte, darf mir jederzeit schreiben. Der persönliche Kontakt zählt ohnehin mehr als jede Kommentarspalte.

Wenn ich an meine Blogeinrichtung bei WordPress zurückdenke… nun ja. Ein kleiner Albtraum. Und ich will WordPress wirklich nicht schlechtreden – aber für mich war es einfach zu viel: zu viele Optionen, zu viele Klicks, zu viel Zeit, die ich eigentlich für meine Keramik brauche. Ich habe täglich tausend Aufgaben im Kopf, ein volles Leben und zwei Hände, die lieber Ton formen, als Menüs zu durchforsten.

Da ist ein simples, klar strukturiertes System gold wert.
Und genau das bietet mir Azoo.

Mein eigener Shop ist für mich ein riesiger Schritt: professionell, unabhängig und ein bisschen wie ein Zuhause für meine Keramik – eines, das sich wirklich nach mir anfühlt.

Weiterbildungen

Video-Schnitt: Selbst beigebracht – mit allen Höhen und Tiefen

Wenn ich eines in den letzten zwei Jahren gelernt habe, dann das hier: Videos schneiden kann man sich beibringen – aber nicht ohne Nerven, Geduld und gelegentliche innere Ausraster und Schnappatmung.
Ich habe sage und schreibe vier (!) Schnittprogramme ausprobiert, bis ich endlich bei einer Lösung gelandet bin, die für meinen Arbeitsalltag wirklich funktioniert.

Angefangen habe ich mit CapCut – und ich habe es geliebt. Die Bedienung war einfach, intuitiv, die Ergebnisse super. Doch Mitte 2025 tauchten Hinweise zu Datenschutzproblemen auf, und damit war CapCut für mich erledigt. Schade, aber Sicherheit geht vor.

Danach wollte ich es wissen und habe mich an DaVinci Resolve herangewagt. Auf dem PC lief es großartig – aber auf dem iPad?
Alle 30 Sekunden ein Absturz.
Ich übertreibe nicht.
Ich habe Seiten an mir kennengelernt, von denen ich nicht wusste, dass sie existieren. DaVinci und ich wurden keine Freunde. Es lag nicht an ihm – es lag an meinem iPad.

Also weiter im Programm-Dschungel: InShot.

Endlich eine App, die auf dem iPad stabil läuft, die ich bedienen kann, ohne vorher ein halbes Technikstudium absolviert zu haben. Damit arbeite ich heute am liebsten.

Und dann gibt es natürlich noch Instagram Edits – angeblich das Wunderwerkzeug für den Algorithmus. Also ja: Auch damit schneide ich inzwischen ab und zu Videos, damit Instagram nicht beleidigt ist und meine Inhalte im Keller des Feeds verschwinden lässt.

Aber so richtig überzeugt bin ich nicht. Mein größtes Problem: Die von mir sorgfältig ausgewählten Titelbilder bleiben nach der Veröffentlichung selten dort, wo ich sie haben will. Edits sucht sich munter ein anderes Frame aus, verkleinert es und zaubert mir außen schwarze Ränder hin. Großartig.

Immerhin kann ich das Titelbild im Nachhinein korrigieren – aber auch das kostet jedes Mal wieder Zeit, Nerven und ein paar tiefe Atemzüge.

Alles selbst beigebracht, alles mit Trial and Error. Und ehrlich?
Ich bin ein bisschen stolz darauf.

  • So sah ich gefühlt in diesem Jahr öfters aus
    So sah ich gefühlt in diesem Jahr öfters aus

Instagram-Intensivkurs

Wie ich bereits in meinem letzten Jahresrückblick erwähnt habe, hatte ich vor meiner Selbstständigkeit absolut keinen Kontakt zu Social Media. Und dann stand ich plötzlich vor der Aufgabe, Instagram beherrschen zu müssen – eine Plattform, die viele seit über 15 Jahren fast im Schlaf bedienen. Für mich war alles neu: Formate, Strategien, Algorithmen, Trends, Hashtags … ein komplettes Paralleluniversum.

Fast täglich landeten Nachrichten in meinem Posteingang, die mir nahelegten, ich müsse unbedingt professionelle Hilfe annehmen – sonst würde mein Content niemanden erreichen. „Ohne Unterstützung wird das nichts“, „Du verschwendest nur Zeit“ – solche Aussagen begleiteten mich eine Weile. Und irgendwann, nach dem gefühlt hundertsten Angebot, habe ich mich im Mai tatsächlich überreden lassen und einen Kurs gebucht.

Mein Wunsch an meinen Instagram-Kurs war ganz klar:

Endlich eine kompakte, strukturierte Anleitung, wie Instagram wirklich funktioniert. Wie man strategisch Content erstellt, der echten Mehrwert bietet, meine Zielgruppe anspricht und mein Handmade-Label sichtbarer macht – und das mit möglichst kleinem Arbeitsaufwand. Bis dahin hatte ich mir Informationen aus allen möglichen Quellen zusammengesucht und nach Gefühl umgesetzt – nicht falsch, aber eben auch nicht effektiv.

Der Kurs kostete knapp 200 € im Monat und war auf mindestens sechs Monate ausgelegt – inklusive wöchentlicher Q&A-Sessions, jede rund zwei Stunden lang, abends, nachdem der Alltag bereits genug Energie gefordert hatte.

Ich habe viel gelernt:

  • wie die Plattform technisch funktioniert
  • welche Inhalte gut performen
  • wie man spricht, schreibt, postet
  • wann der beste Zeitpunkt für Veröffentlichungen ist
  • und wie ich mich traue, vor der Kamera zu sprechen (was bis dahin ein echter Graus für mich war)

Meine Reichweite ist tatsächlich bisschen gewachsen. Mein Content wird heute mehr Menschen ausgespielt, und ja, ich habe Follower dazugewonnen. Aber verkaufen über Instagram? Fehlanzeige. Trotz aller Mühe, aller Zeit und aller investierten Energie kam kein einziger Verkauf über diese Marketingmaßnahme zustande.

Also habe ich den Kurs nach den sechs Monaten beendet. Für ein kleines Handmade-Business ist ein Monatspreis von 200 € schlicht zu hoch, wenn keine Verkäufe oder anderweitiger konkreter Nutzen dagegenstehen.

Im Rückblick war es für mich eine Fehlentscheidung – nicht, weil der Kurs schlecht war, sondern weil er schlicht nicht auf Handmade-Produkte ausgelegt war. Diese Erkenntnis schmerzt kurz, aber sie ist wichtig. Und gelernt habe ich trotzdem viel:

über Instagram,
über die Menschen, die sich dort bewegen,
und vor allem: über mich selbst.

Newsletter-Kurs

Eine Interessentenliste für meinen zukünftigen Newsletter hatte ich schon seit Beginn meiner Selbstständigkeit geplant. Mein Gedanke war: Erst eine Liste aufbauen, dann richtig loslegen – mit Mehrwert, schönen Ideen und echten Einblicken. Ideen habe ich schließlich genug.

Also legte ich in jede Bestellung einen kleinen Hinweis: „Wenn du Interesse hast, trag dich gern ein.“ In meiner Vorstellung würden sich nach und nach vielleicht zehn Menschen anmelden – und dann könnte ich entspannt mit meinem ersten Newsletter starten.

Die Realität?
Es hat sich niemand eingetragen.
Nicht eine einzige Person.

Das war erst mal ernüchternd. Also beschloss ich, nicht weiter im Dunkeln herumzutappen, und habe einen Newsletter-Kurs bei Dagmar von Kassenklingeln gebucht. Ich wollte verstehen, was ich falsch gemacht hatte, wie Newsletter eigentlich richtig funktionieren – und wie man Menschen einlädt, ohne aufdringlich zu sein.

Und ich kann nur sagen: Zum Glück habe ich diesen Kurs gemacht.
Alleine hätte ich das niemals so strukturiert hinbekommen.
♥️Vielen Dank, liebe Dagmar!

Pünktlich zur Eröffnung meines eigenen Shops gibt es ihn nun endlich:
meinen Newsletter für Keramikbegeisterte, Herzmenschen und Handmade-Fans.

Wenn du Teil der Heartmade4home-Community werden möchtest, kannst du dich hier anmelden:
👉 https://www.heartmade4home.de/newsletter

Zur Begrüßung schenke ich dir 10 % auf deinen nächsten Einkauf.

Und außerdem erhältst du:

✨ Exklusiven Zugang zu Einzelstücken & B-Ware, die nicht im Shop landen
💫 Erstinfos zu Sales & Aktionen, bevor sie allgemein sichtbar sind
🏺 Blicke hinter die Kulissen – echt, ehrlich, persönlich

Kein Spam, kein Verkaufsgewitter – sondern maximal zwei Nachrichten im Monat.
Mit echten Gedanken, Inspiration, Einblicken und Geschichten, die ich so nur dort teile.

Weiterbildung: SEO und jetzt auch noch GEO

Man lernt wirklich nie aus. Immer dann, wenn ich denke: „So, jetzt sind meine Texte endlich optimiert“ – und dafür unzählige Stunden Recherche, Überarbeitung und Feinschliff investiert habe – kommt die nächste Neuerung um die Ecke.

Kaum hatte ich mein SEO für die Weihnachtsmonate fertig, musste ich plötzlich wieder sämtliche Titel anpassen. Warum? Weil Etsy auf einmal das Wort „Geschenk“ im Titel nicht mehr sehen wollte. Perfekt. Wieder alles umschreiben.

Und während ich noch damit beschäftigt war, rollte schon der nächste Trend an: GEO.
Nicht mehr nur für Google optimieren, sondern jetzt auch für KI-Suchen und semantische Treffer. Heißt: alle Texte erneut überarbeiten, damit meine kleine Reichweite nicht wieder im digitalen Nirwana verschwindet.

Also habe ich kurzerhand zwei Weiterbildungen mitgenommen – man will ja schließlich nicht von der digitalen Gegenwart überholt werden. Mühsam? Ja. Nervig? Manchmal.
Aber notwendig? Absolut.

Und Stück für Stück merke ich: Auch das gehört zur Selbstständigkeit dazu – dieses ständige Dazulernen, Anpassen und Weiterentwickeln.

  • Melanie am Mittelmeer bei Sonnenuntergang
    Melanie am Mittelmeer bei Sonnenuntergang

4 neue Tätowierungen kamen bei mir dazu

Zu meinem rechten Unterarmtattoo, das mich nun seit 16 Jahren begleitet und inzwischen fast wie ein alter Freund wirkt, kamen im April gleich vier neue Tattoos dazu. Warum vier? Weil jedes einzelne für etwas steht, das mich in den letzten Jahren Jahr geprägt hat – und weil ich irgendwann gemerkt habe, dass ich nicht nur ein kleines Symbol brauche, sondern gleich eine kleine Sammlung an Erinnerungsankern.

Es war, als hätte mein Körper gesagt: „Da ist noch Platz für ein bisschen mehr Leben.“
Und so kamen vier Zeichen hinzu, die mich jeden Tag daran erinnern, wo ich war, was ich geschafft habe und wohin ich noch möchte. Keine spontanen „Ach, warum nicht?“-Tattoos, sondern bewusste Entscheidungen – kleine Kunstwerke für die Haut und fürs Herz.

WORAUF BIN ICH 2025 STOLZ?

Ich wachse. Nicht in Riesensprüngen, nicht über Nacht – aber Schritt für Schritt. Und genau dieses langsame, ehrliche Wachstum macht mich stolz, weil ich weiß, wie viel Arbeit, Mut und Durchhaltevermögen dahintersteckt.

Meine Etsy-Verkäufe habe ich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht. Das fühlt sich für ein Handmade-Label wie meines nicht einfach nach Zahlen an, sondern nach echter Wertschätzung. Und seit August darf ich mich wieder VERKÄUFER-STAR nennen – juhuuu! Ein kleiner Badge, der für mich wie ein Schulterklopfen des Universums wirkt.

Auch auf Instagram tut sich etwas:
Rund 100 Menschen sind 2025 dazugekommen – ganz ohne Hilfe von Freunden, Bekannten oder Verwandten. Menschen, die wirklich wegen meiner Keramik geblieben sind. Das bedeutet mir unfassbar viel.

Und auf Pinterest? Da bin ich zwar noch ein Mini-Fisch im großen Becken, aber ein wachsender:
Von 1,2 K Impressionen in 2024 auf 9,5 K in 2025 – und ganze 3 Follower, über die ich mich tatsächlich freue. Denn jeder einzelne bedeutet Sichtbarkeit, Interesse und ein kleines bisschen mehr Reichweite für mein Herzprojekt.

Ich bin stolz – nicht, weil alles perfekt läuft, sondern weil ich dranbleibe, lerne, wachse und meinen Weg gehe. Schritt für Schritt.

DIE BESTEN ENTSCHEIDUNGEN, DIE ICH 2025 GETROFFEN HABE?

Newsletter-Kurs bei Dagmar:


Ich kann mir jetzt eine eigene Community aufbauen – mit echtem, persönlichem Kontakt zu Menschen, die meine Keramik mögen und meine Arbeit begleiten wollen. Schon jetzt sprudeln die Ideen in meinem Kopf, was ich meinen Abonnentinnen anbieten kann.

Eine Sache liegt mir dabei besonders am Herzen: Keramiken, die nicht ganz perfekt gelungen sind. Stücke mit kleinen Rissen, Glasurfehlern oder leichten Brandschäden. Für die Mülltonne sind sie mir viel zu schade. Jede einzelne Keramik entsteht mit Herzblut, Zeit und echter Hingabe. Auch die nicht perfekten Stücke verdienen ein Zuhause und jemanden, der sich daran freut.

Deshalb möchte ich künftig eine Sammlung dieser Keramiken als B-Ware anbieten – zu einem vergünstigten Preis und ausschließlich für die Abonnentinnen meines Newsletters. Ein kleiner, feiner Vorteil für Menschen, die mein Handmade-Label wirklich begleiten.

Wenn du Lust hast, Teil meiner Heartmade4home-Community zu werden, kannst du dich hier anmelden:
https://www.heartmade4home.de/newsletter

Ich freue mich auf dich.


Eigener Online-Shop eröffnet über Azoo mit integriertem Blog

Mit meinem neuen Shop habe ich nun zwei Verkaufswege und bin nicht mehr vollständig auf Etsy angewiesen. Das fühlt sich unglaublich befreiend an. Natürlich bleibe ich Etsy treu; ich bin der Plattform sehr dankbar, denn ohne sie hätte ich meinen Start im Handmade-Business so nicht geschafft. Aber jetzt habe ich eine wichtige Ergänzung: mehr Unabhängigkeit, mehr Kontrolle, mehr Sicherheit.

Denn man hört immer wieder von Shop-Schließungen bei Etsy ohne ersichtlichen Grund oder von plötzlichen Regeländerungen, die man nicht beeinflussen kann. Und unter meinen Produkten werden häufig ähnliche Artikel anderer Anbieter angezeigt, was Kundinnen leicht zum Weiterklicken verführt – und schon sind potenzielle Käuferinnen weg.

Mit dem eigenen Online-Shop passiert das nicht. Wenn ein Shop ausfallen sollte, bleibt der andere bestehen. Und genau dieses Gefühl von Stabilität und doppelter Absicherung ist für mich als kleines Handmade-Label Gold wert.

 

Pinterest Verifizierte Händlerin

Im Zuge der Eröffnung meines eigenen Online-Shops habe ich die Gelegenheit genutzt, mich auf Pinterest als verifizierte Händlerin anzumelden – etwas, das mit meinem Etsy-Shop allein nicht möglich gewesen wäre.


Jetzt ist mein gesamter Produktkatalog direkt mit Pinterest verbunden. Das bedeutet: Meine Keramiken werden automatisch richtig dargestellt, können leichter gefunden werden und erscheinen in passenden Suchanfragen und Empfehlungen. Für mich ist das ein wichtiger Schritt, um mein Handmade-Label auch außerhalb von Etsy sichtbarer zu machen und neue Menschen zu erreichen, die Pinterest als Inspirationsquelle nutzen.

Ein kleines Häkchen, das aber viel bewirkt – und meinen Shop wieder ein Stück professioneller macht.

Haushaltshilfe gefunden

Ein großer Wunsch aus 2024 ist endlich in Erfüllung gegangen. Seit meiner Selbständigkeit blieb der Haushalt oft auf der Strecke – ich schaffte meist nur das Nötigste, und in manchen Ecken sah es ehrlich gesagt schlimmer aus als bei Hempels unterm Sofa. Also gab ich eine Anzeige auf, in der Hoffnung, eine zuverlässige Haushaltshilfe zu finden. Doch irgendwie passte es nie richtig – aus ganz unterschiedlichen Gründen.

Und dann kam der Zufall ins Spiel: Mein Mann telefonierte mit einer früheren Bekannten, sie kamen auf das Thema Haushalt zu sprechen, und spontan bot sie an, mir helfen zu wollen. Einfach so.

Was für eine Erleichterung! Eine Frau, die ich seit fast 30 Jahren kenne, die mir aber lange aus den Augen geraten war, unterstützt mich nun einmal pro Woche – zuverlässig, vertrauensvoll und mit viel Herz.

Ich bin unglaublich dankbar, dass das geklappt hat. Es ist, als hätte jemand genau im richtigen Moment die passende Tür geöffnet. Erleichterung pur.

Verpackungserleichterung


2025 habe ich mir endlich ein paar echte Erleichterungen für meinen Verpackungsalltag gegönnt. Zum Beispiel personalisierte Mandala-Aufkleber: Meine alte Methode – jede umgecycelte Verpackung mühsam mit einem Stempel und Kreidefarbe zu bemalen – war zwar charmant, aber einfach nicht mehr praktikabel. Die neuen Sticker sehen nicht nur hübsch aus, sondern sparen mir auch jede Menge Zeit.

  • Charmant handgemalt - aber sehr zeitaufwendig
    Charmant handgemalt - aber sehr zeitaufwendig

Außerdem habe ich mir endlich professionelle Flyer drucken lassen. Meine selbstgedruckten DIN-A4-Zettel… nun ja… sagen wir so: Sie hatten Persönlichkeit, aber nicht unbedingt den Look, den man einem Handmade-Label mit Herz und Anspruch zuschreibt. Jetzt fühlen sich meine Pakete viel stimmiger an – und ich habe das gute Gefühl, meinen Kund:innen etwas wirklich Schönes und Hochwertiges mitzuschicken.

Kleine Veränderungen, große Wirkung.

WAS HABE ICH 2025 ÜBER MICH SELBST GELERNT?

Social Media funktioniert für mich nur mit einer guten Portion schwarzem Humor

Ich wusste schon immer, dass ich ein recht dickes Fell habe – aber dass in mir eine satirische, polemische und ironische Seite steckt, ist mir erst in diesem Jahr so richtig bewusst geworden.

Was mir hingegen schon früh klar war: Content zu erstellen ist manchmal schwerer als Ton zu zentrieren, besonders wenn Instagram mal wieder entscheidet, auf einem Auge blind zu sein – oder auf beiden. Zwischen abstürzenden Reels, verschluckten Beiträgen und Funktionen, die plötzlich puff einfach weg sind, fühlt es sich oft an, als würde ich nicht Social Media bedienen, sondern ein wildes Tier zähmen.

Und während ich versuche, meine Ideen in ästhetische, halbwegs geordnete Posts zu verwandeln, kämpfe ich gleichzeitig gegen Speicherplatz, Uploadfehler und die Frage, warum ausgerechnet mein Account immer wieder kleine technische Nervenzusammenbrüche hat.

Trotzdem: Vielleicht ist es genau dieser tägliche Mini-Kampf, der meinen Humor schärft und meine Kreativität anstachelt. Denn wenn schon die App spinnt – dann kann ich wenigstens darüber lachen. Und ändern kann ich sowieso nix.

Und dann dieser Content auf Instagram:

Überall hört man KI-Stimmen, die irgendetwas erklären. Überall sieht man KI-Zwillinge, die man – selbst ohne Brille – auf 100 Meter als künstlich erkennt.

Und ich? Ich verbringe Stunden damit, meine Produkte sorgfältig ins rechte Licht zu setzen, Fotos zu machen, zu bearbeiten, Videos zu drehen, zu schneiden, zu betexten – um sie dann an fünf Tagen die Woche hochzuladen. Und trotzdem werden meine Beiträge nur einem kleinen Teil der Nutzer ausgespielt.

Da fragt man sich schon manchmal, ob man gerade kostbare Lebenszeit verbrennt.

Die einzige Möglichkeit, das gelassen auszuhalten?
Mit Ironie. Mit Humor. Und manchmal auch mit einem liebevoll-sarkastischen Schulterklopfen an mich selbst.

Manchmal habe ich kein gutes Durchhaltevermögen, Beispiel Duolingo (kostenlose Version)

Ende 2024 habe ich beschlossen, meinen etwa 75-prozentigen Italienisch-Wortschatz mit Duolingo auszubauen. Und tatsächlich: Ich war 179 Tage lang motiviert und habe durchgehalten. Jeden einzelnen Tag. Doch irgendwann kam der Punkt, an dem es einfach nicht mehr ging.

Im Sommerurlaub sollte ich zum gefühlt hundertsten Mal das Wort „Regenmantel“ auf Italienisch übersetzen – ein Wort, das in meinem Leben schlicht nicht vorkommt. Ich trage keinen, meine italienische Verwandtschaft trägt keinen, und vermutlich hat ganz Italien seit Jahrzehnten keinen Regenmantel mehr gesehen. Kein Wunder also, dass es mir nie einfiel.


Und plötzlich dachte ich: Warum verbringe ich täglich zehn Minuten mit einer App, die mir wirklich wichtige Sprachkenntnisse vermitteln soll, mir aber stattdessen immer wieder ein Wort vorsetzt, das für mein Leben absolut irrelevant ist? Während ich doch eigentlich neue Vokabeln und Grammatik viel nötiger hätte.

Ich hatte das Gefühl, die App müsste inzwischen begriffen haben, dass dieses eine Wort einfach nicht in mein Gehirn möchte – und dass ich es auch nicht dort haben will. Also habe ich im Urlaub aufgehört.

Als ich Ende August der kostenlosen Version noch einmal eine Chance geben wollte, stellte ich fest, dass ich wieder bei Tag 0 anfangen müsste. Und damit war meine Motivation endgültig dahin.

Mein Körper sagt mir zu spät, wenn ich erschöpft bin

Vor kurzem hatte ich – ausgerechnet an einem Montag – einen Moment, der mich richtig ausgebremst hat. Von außen sah alles normal aus, aber innerlich war ich leer. Ich konnte mich nicht konzentrieren, meine Gedanken sprangen unruhig hin und her, und plötzlich merkte ich, dass ich einfach nur da saß und stumm aus dem Fenster starrte. Es fühlte sich an, als wäre ich kurz nicht mehr in meinem eigenen Leben anwesend.

In mir stieg eine Mischung aus Überforderung und Traurigkeit auf, ganz leise, aber unübersehbar. Ich habe dann nur noch erledigt, was wirklich notwendig war, und mir spontan Urlaub genommen. Der Rest des Tages bestand fast ausschließlich aus Schlaf – mein Körper hat sich einfach genommen, was ich ihm zu lange vorenthalten hatte.

Ja, das Wochenende war voll, und ich hatte viel für die Geburtstagsparty meiner Tochter organisiert. Aber dieser Zusammenbruch kam trotzdem unerwartet. So kenne ich mich eigentlich nicht. Und genau deshalb hat er mir gezeigt, wie wichtig es ist, die kleinen Warnzeichen ernst zu nehmen, bevor sie laut werden.

Vielleicht ist das eine der schwersten Lektionen für mich: rechtzeitig auf Pause zu drücken. Nicht erst, wenn der Körper keine andere Wahl mehr hat.

  • Wie ein Murmeltier
    Wie ein Murmeltier…

ERSTE MALE: DAS HABE ICH 2025 ZUM ERSTEN MAL ERLEBT/GEMACHT

Adventskalender 2025 von Heartmade4home

Meine Idee war es, einen Adventskalender für Kreative anzubieten – einen Kalender, der nicht einfach nur aus Kleinigkeiten besteht, sondern aus echten, handgemachten Keramikstücken. Insgesamt sollten 19 glasierte Anhänger enthalten sein, perfekt für DIY-Projekte wie Windspiele, Strauchbehang, Kranzdekorationen oder den Hauseingang. Dazu fünf Keramik-Dekoobjekte, die das ganze Jahr über verwendet werden können.

Das Highlight sollte ein exklusiver Meisenknödelhalter sein, den ich nur für diesen Adventskalender anfertigen wollte. Und als kleines Extra war für das 25. Päckchen ein Meisenknödel geplant.

Bevor ich loslegte, fragte ich meine Familie, ob es größenwahnsinnig sei, als kleines Handmade-Label direkt mit so einem großen Projekt zu starten. Die Antwort war eindeutig: „Nein, du darfst groß denken – das ist eine tolle Idee.“

Doch die Realität sah anders aus. Der Bestellzeitraum lag noch mitten im Hochsommer. Da denkt einfach niemand an Weihnachten – schon gar nicht an Adventskalender. Und da Keramik nun mal Zeit braucht, wollte ich nicht 10 komplette Kalender vorproduzieren (was insgesamt 240 Keramikstücke bedeutet hätte), um am Ende riskieren zu müssen, dass sie unverkäuflich im Regal verstauben. Deshalb hatte ich mich für ein Vorbestellungsmodell entschieden.

Auch preislich war der Kalender fair kalkuliert – im Schnitt unter 10 Euro pro Keramikstück, versandkostenfrei, inklusive 24 befüllter Beutel, liebevoll verpackt und mit einem großen Adventskarton. Aber ich wollte niemanden mit Preisrechtfertigungen überfordern.

Am Ende war es eine schöne Idee, die jedoch zur falschen Zeit kam. Vom 15.09. bis 06.10. lief der Vorverkauf, mit einer geplanten Lieferzeit von acht Wochen und Versand Mitte November – und trotzdem blieb das Interesse aus.

Eine Zeitinvestition, aus der ich viel gelernt habe: über Planung, Timing und darüber, welche Projekte sich für ein kleines Label wirklich lohnen. Und welche vielleicht einfach nur ein wenig Feingefühl für den richtigen Zeitpunkt brauchen.

  • Adventskalender 2025 von Heartmade4home
    Adventskalender 2025 von Heartmade4home

Urkräfte der Natur


Auf der Heimfahrt aus unserem Sommerurlaub sind wir in ein Hagelgewitter geraten, wie ich es in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen habe. Am Horizont tauchte eine dicke, gelblich verfärbte Wolke auf – ein Farbton, der sofort ein ungutes Gefühl auslöste. Sekunden später prasselten hagelgroße Tischtennisbälle vom Himmel, begleitet von grellen Blitzen und ohrenbetäubendem Donner. Es fühlte sich an, als würde jemand mit voller Wucht Kieselsteine auf das Auto schießen.

Wir flohen so schnell wie möglich unter das Dach einer Tankstelle und versuchten, uns so weit wie möglich nach vorne zu quetschen, um zumindest die Windschutzscheibe zu schützen. Leider ließen die Autos vor uns viel Abstand zueinander, sodass wir nur die Motorhaube halbwegs unter das Dach bekamen.

Als wir später bei der nächsten Raststätte ausstiegen und das Auto betrachteten, sahen wir das Ausmaß: überall Dellen. Ein Moment, der einen daran erinnert, wie klein man in solchen Situationen ist – und wie unberechenbar die Natur sein kann.

Das habe ich zum ersten Mal gesehen

  • Ein Pilz, der aussieht wie eine Rose und um einen Holzstab gewachsen ist. Es handelt sich vermutlich um einen Schwefelporling. Ein Pilz wie ein Kunstwerk!
  • Ein Zitronenfalter, der am 15. Februar an meinem Fenster saß
  • 2 verschiedene Baumfrüchte in Italien, die ich noch nie gesehen habe
  • Und eine Szene, die mein Herz berührt hat, die zwei kleinen Hunde-Welpen, die sich abgeknutscht haben
  • Eine neugeborene Ziege, sooooooooo groß und erst ein paar Stunden auf der Welt.

Pippi-Urteil für die Tötung meines Schwagers bei der Jagd



Der Tod meines Schwagers im September 2024 beschäftigt uns als Familie bis heute. Die Umstände während des Jagdausflugs, bei dem er ums Leben kam, blieben für uns emotional schwer nachvollziehbar und führten zu vielen offenen Fragen. Meine Schwägerin nahm deshalb früh einen eigenen Anwalt hinzu, weil manche Darstellungen der Beteiligten für uns nicht stimmig wirkten und zusätzliches Misstrauen auslösten. Über ein Jahr warteten wir auf eine Gerichtsverhandlung oder zumindest auf eine transparente Klärung. Stattdessen erhielt meine Schwägerin Ende September überraschend ein Schreiben: Das Urteil war bereits gefällt worden – ohne öffentliche Verhandlung, ohne unseren Anwalt und ohne Anhörung des weiteren Zeugen. Das Ergebnis: fünf Monate und zehn Tage auf Bewährung.
Für uns fühlte sich dieses Urteil angesichts des Geschehenen sehr unbefriedigend an. Es hinterlässt das schmerzliche Gefühl, dass der Fall nie wirklich aufgearbeitet wurde und wir als Familie mit vielen offenen Fragen zurückbleiben. Es war für mich das erste Mal, dass mir überhaupt bewusst wurde, dass es Gerichtsurteile für eine Tötung (ob mit Absicht oder nicht) ohne „richtige“ Verhandlung überhaupt gab.

  • Mein Keramikstern leuchtet jetzt auf seinem Grab. Sterne im Shop erhältlich.
    Mein Keramikstern leuchtet jetzt auf seinem Grab. Sterne im Shop erhältlich.

WELCHE WICHTIGEN LEKTIONEN HAT MIR 2025 MITGEGEBEN?

Was mich davon abhält, Selbstabholungen in meinem Atelier anzubieten

Am 8. Juli bekam ich über Instagram eine Anfrage zu meiner Gartenkugel. Ich schickte ihm den Shop-Link. Als er nach dem Standort fragte, erklärte ich, dass meine Werkstatt in Mössingen ist und eine Abholung nach Absprache möglich wäre. Auf seinem Profilbild sah ich einen sympathischen, älteren Herrn, der vermutlich für seine Frau ein Geschenk suchte.

Ich saß gerade mit meinem Sohn am Esstisch und sagte halb im Spaß: „Falls er wirklich kommen möchte, musst du dabei sein. Ich will nicht alleine mit einem Mann im Atelier sein.“ Mein Sohn kommentierte nur: „Mama, du schaust zu viele XY-Sendungen.“
Doch mein Bauchgefühl hatte leider recht.

Kurz darauf schrieb er, er wohne in München, wolle trotzdem vorbeikommen – und fragte direkt, ob ich „dort alleine“ sei. Da schrillten bei mir alle Alarmglocken. Ich erklärte sachlich, dass ich versandkostenfrei liefere und eine Abholung weder sinnvoll noch ökologisch sei. Seine Antwort: „Was, wenn ich trotzdem komme?“

Spätestens da war klar: Hier stimmt etwas nicht. Kurz darauf löschte er sein Profil – zum Glück hatte ich vorher Screenshots gemacht.

Diese gruselige Erfahrung hat mir gezeigt, wie wichtig klare Grenzen sind – auch im Handmade-Business. Noch am selben Tag entfernte ich in allen Produktbeschreibungen die Option „Selbstabholung“. Mein Atelier ist mein geschützter Ort – und das soll auch so bleiben.

  • Wie meine Aidi, wenn sie einen Kuchen will, jedoch nicht bekommt
    Wie meine Aidi, wenn sie einen Kuchen will, jedoch nicht bekommt…

Kunsthandwerkermarkt-Absage


Anfang des Jahres nahm ich mir vor, 2025 einmal auf einem Kunsthandwerkermarkt auszustellen. Ich wollte meine Keramiken wieder live zeigen, echte Kundenreaktionen spüren und regional sichtbarer werden.

Ich erinnerte mich an einen Markt in einem kleinen 953-Seelen-Dorf, den ich vor zwei Jahren besucht hatte – seit 1982 etabliert, rund 100 Stände, bis zu 15.000 Besucher. Ein echtes Highlight. Online fand ich kaum Infos, also rief ich die Veranstalterin direkt an.

Ich stellte mich vor, erzählte von meinen 13 Jahren Keramikerfahrung und meinem nebenberuflichen Label – doch ihre Antwort war ein Schlag ins Gesicht: Keine Teilnahme für mich, weil ich nicht hauptberuflich selbstständig bin und keine klassische Ausbildung habe.
Paff. Das saß.
In meinem Kopf sah ich bildlich mein kleines Krönchen vom Kopf purzeln.

Was habe ich daraus gelernt?
Krönchen wieder aufsetzen, zurechtrücken – und einen neuen Versuch starten.

Neulich schrieb ich ihr eine ehrliche E-Mail: dass mich die Absage getroffen hat, wie ernst ich mein Handwerk nehme und warum mir dieser Markt so viel bedeutet. Ich bat darum, ihr im neuen Jahr einige Keramiken zeigen zu dürfen, damit sie meine Arbeit selbst beurteilen kann.

Eine Teilnahme im Jahr 2026 wäre für mich weit mehr als ein Termin.
Es wäre ein Zeichen, dass ich auf dem richtigen Weg bin – und dass Leidenschaft und Qualität auch ohne klassische Ausbildung anerkannt werden dürfen.

Jetzt bin ich gespannt, welche Antwort ich bekomme…

  • Bastelei im Kindergarten
    Bastelei im Kindergarten

Unwissenheit über die Herstellung handgemachter Keramik


Im Frühling wurde mir erst richtig bewusst, wie wenig viele Menschen darüber wissen, wie viel Arbeit in handgemachter Keramik steckt. Für manche wirkt es, als würde man ein bisschen formen wie im Kindergarten mit Salzteig – und schon sei ein Keramikstück geboren. Dass hinter jedem Stück aber stundenlange Arbeit, Geduld, Fachwissen und ein komplexer Herstellungsprozess stecken, ist vielen schlicht nicht klar.

Oft wird unterschätzt,
dass Keramik mehrere Tage oder sogar Wochen trocknen muss,
dass jedes Stück zweimal gebrannt wird – der zweite Brand bei über 1.250 Grad,
dass Glasuren sorgfältig gemischt, aufgetragen und getestet werden,
dass viel Ausschuss entsteht, weil Keramik unberechenbar sein kann,
und dass Brennenergie, Materialkosten und Werkzeug teurer sind, als viele denken.

Bestätigt wurde mir das durch die Nachricht einer Mitteilnehmerin aus einem Kurs. Sie hatte das Töpfern einmal selbst ausprobiert – gemeinsam mit einer Freundin. Ihr Fazit:
„Ich sage nie wieder, dass Keramik zu viel kostet.“

Genau solche Erfahrungen zeigen, wie groß die Lücke zwischen Wert und Wertschätzung manchmal ist. Deshalb habe ich dazu auch direkt einen Blogbeitrag geschrieben – um ein wenig Aufklärung zu leisten und Menschen mitzunehmen in die Welt hinter dem fertigen Stück.

Keine Teilnahme mehr an Rabattschlachten wie z. B. die Black Week

Die Black Week hat mir deutlich gezeigt, wie schnell handgemachte Kunst an Wert verliert, wenn man sich auf Rabattschlachten einlässt. Zu sehen, wie liebevoll gefertigte Unikate auf Etsy erst viel zu günstig angeboten und dann auch noch um 25 % reduziert wurden, hat mich wirklich getroffen. Nicht, weil ich anderen etwas nicht gönne – sondern weil es zeigt, wie wenig viele ihr eigenes Handwerk wertschätzen.

Meine Lektion:
Ich möchte mich nicht an Aktionen beteiligen, die meine Arbeit kleiner machen, als sie ist. Meine Keramik braucht Zeit, Energie, Erfahrung und Herz. Sie ist keine Massenware. Und genau so möchte ich sie auch behandeln.

2025 gab es deshalb nur zwei kleine Rabattaktionen – und selbst die haben mich innerlich viel Überwindung gekostet. Aber ich habe begriffen: Ich darf auf mein Gefühl hören. Ich darf meine Preise schützen. Und ich darf „nein“ sagen zu Rabattschlachten, die meinem Wert widersprechen.

Das ist die Haltung, die ich künftig mitnehme:
Wertschätzung beginnt bei mir selbst.

Denk nie, man hätte im Small-Business schon an alle Kosten und Behörden gedacht!


Anfang des Jahres lag plötzlich ein Brief der GEZ in meinem Briefkasten. Man bat mich freundlich darum, doch bitte meine Rundfunkgebühren für mein Unternehmen anzumelden. Bitte was? Ich war kurz davor, meinen Kaffee über den Tisch zu prusten. Zum Glück konnte ich das Thema klären – da mein Firmensitz identisch mit meiner Privatadresse ist und ich dort bereits zahle, musste ich keine zusätzlichen Gebühren entrichten. Puh.

Doch kaum war dieses Kapitel abgehakt, kam Mitte des Jahres die nächste Überraschung: die Rechnung vom Steuerberater. Knapp 700 Euro. Und ich saß da, blätterte durch die Unterlagen und dachte nur: „Das waren doch gar nicht so viele Rechnungen…?“

Doch genau das ist die Realität im Small-Business:
Man meint, man hätte alles im Blick – und dann erinnert dich das Universum (oder die GEZ, oder der Steuerberater) daran, dass es noch ein paar versteckte Kapitel gibt.

Auch das ist Selbstständigkeit: stetiges Lernen, unerwartete Kosten, und immer wieder die Erkenntnis, dass Planung gut ist, Überraschungen aber trotzdem kommen.

Und irgendwie gehört auch das dazu – zu diesem großen Abenteuer kleines Handmade-Label.

Nicht-Support von Freunden und Verwandten auf Social Media

Auf Instagram stolpere ich ständig über Menschen, die sich darüber auslassen, dass Freunde, Bekannte oder Verwandte ihnen nicht folgen oder ihre Beiträge nicht liken. Und ganz ehrlich: Bei mir ist das nicht anders – aber ich sehe das Thema inzwischen sehr nüchtern.

Mein Vater hat mir als Kind einmal einen Satz mitgegeben, den ich damals überhaupt nicht verstanden habe:


„Die besten Freunde sind schon im Ersten Weltkrieg gestorben.“

Ich wusste natürlich, dass er den Krieg gar nicht erlebt hat. Erst viel später begriff ich, was er damit meinte: Es geht um Erwartungen.
Wer keine Erwartungen hat, kann auch nicht enttäuscht werden.

Im Laufe meines Lebens habe ich gemerkt, wie wahr dieser Satz ist. Es zählt nicht, wer dir auf Instagram folgt – es zählt, wer im echten Leben an deiner Seite steht. Mein Mann, meine Kinder, meine engsten Bezugspersonen. Wenn die irgendwann nicht mehr hinter mir stehen würden … ja, dann müsste ich mir wirklich Gedanken machen. Aber Instagram?

Jeder Mensch hat sein eigenes Leben, eigene Sorgen, andere Interessen. Viele haben schlicht keinen Bezug zu dem, was man macht. Manchmal ist es Desinteresse, manchmal Unsicherheit, manchmal schlicht „ist nicht meine Welt“. Und ja, manchmal ist auch ein bisschen Neid dabei. Aber das ist nicht mein Problem.

Ich verlasse mich nicht auf Support aus meinem Umfeld, um mein Label aufzubauen. Ich baue lieber auf Menschen, die mich wirklich wegen meiner Arbeit finden – nicht, weil sie es müssen, sondern weil sie es wollen.
Das ist für mich so viel wertvoller: Fremde, die sich in meine Keramik verlieben, weil sie berührt, begeistert oder inspiriert.

Und mal ehrlich:
Was bringen Follower aus dem eigenen Freundes- oder Familienkreis?
Außer der Gefahr, dass man sich beobachtet fühlt und beim Erstellen von Content plötzlich Hemmungen bekommt? Kaufen tun sie am Ende oft sowieso nichts.

Ich warte z. B. immer noch auf den Einkauf meiner Tante – seit 1,5 Jahren, nachdem sie bei der Geburtstagsfeier meiner Mutter begeistert sagte:
„Ach Meli, deine Gartendeko ist so schön, da muss ich auch mal etwas bei dir kaufen.“
Ja… ähm… irgendwann vielleicht?

Das alles zeigt mir:
Support ist etwas, das man nicht einfordern kann.
Er kommt – oder eben nicht.

Und das ist völlig okay, denn ich baue mein Business nicht auf Höflichkeit, sondern auf echter Begeisterung.

EHRLICHES UPDATE ZU MEINER WEIHNACHTSSPENDEN-AKTION 2025

Meine Weihnachtsspenden-Aktion – und damit auch mein Weihnachtsgeschäft – lief dieses Jahr leider nicht gut.

Von Sankt Martin 11.11. bis zum 16.12.2025 habe ich 10 % aller Käufe in meinen Shops für die Stiftung „Hilfe für kranke Kinder“ an der Uniklinik Tübingen angekündigt.
Meine Idee dahinter war, in dieser Zeit ein kleines bisschen Licht weiterzugeben.

Aus den Käufen ist am Ende eine Spendensumme von 4,58 € zusammengekommen.
Kein schönes Ergebnis – aber ein ehrliches.

Für mich war trotzdem klar: Ich stehe zu meiner Aktion.
Deshalb habe ich den Betrag auf 50,00 € aufgerundet und gespendet.

Nicht, weil ich es musste.
Sondern weil mir Spenden und Unterstützung generell wichtig sind. 🤍

WOFÜR BIN ICH 2025 BESONDERS DANKBAR?

Für mich sind es die unerwarteten kleinen Dinge, die dieses Jahr besonders gemacht haben.

Da sind zum Beispiel die Menschen auf Instagram und Pinterest oder in meinem Shop, die mich gar nicht kennen – und mir trotzdem folgen. Menschen, die meine Keramik sehen, etwas fühlen, dableiben und mich unterstützen, ohne dass sie müssen. Genau diese Fremden, die zu echten Fans werden, bedeuten mir unglaublich viel.

Dann gab es da das eine Reel, das plötzlich viral ging – 5.564 Aufrufe! Für große Accounts ist das vielleicht ein Wimpernschlag, aber für mich war es ein richtiges Highlight. Ein Moment, in dem Instagram mir einmal freundlich zugewunken hat und gesagt hat: „Hey, wir haben dich gesehen.“

Unvergesslich bleiben auch zwei Sommerabende in Italien und der Supermond in Deutschland:
Zwei rote Monde – einmal erdbeerrot, einmal tief dunkelrot und ein riesen Mond, der verdeckt ist. So groß, so magisch, so still. Momente, die einem zeigen, wie schön die Welt ist, wenn man einfach hinschaut. Wow.

Ich bin dankbar für die reiche Ernte aus unserem Nutzgarten. Dieses Jahr meinte es gut mit uns.

 

♥️Und am meisten bin ich dankbar für meine Familie

Für meinen Mann, der immer mitzieht, für meine Kinder, die meine Werkstattzeiten und meine spontanen „Ich muss noch kurz was fertig machen“-Phasen mit Humor ertragen. Ihre Unterstützung, ihre Geduld und ihr Glaube an mich tragen mich durch alles hindurch.

All diese kleinen und großen Lichtmomente ergeben mein Jahr 2025 – und für jeden einzelnen bin ich zutiefst dankbar.

WAS WAREN MEINE GRÖSSTEN HERAUSFORDERUNGEN IN 2025?

Mein Blog-Start

Wie oben schon beschrieben: Mein Hirn und WordPress – das war einfach keine Liebesgeschichte. Eher ein Dreieck aus „Ich will doch nur schreiben“, „Warum funktioniert das nicht?“ und „YouTube-Tutorials retten mein Leben“.

Ich hatte die naive Vorstellung, dass ich mir einfach schnell eine Blogseite einrichte, meinen Jahresrückblick hochlade und los geht’s. Stattdessen stand ich plötzlich vor einem technischen Berg, den ich so nicht erwartet hatte.
Menüs, Themes, Plugins, Einstellungen, die beim kleinsten Klick alles zerschossen – WordPress hat mich wirklich an meine Grenzen gebracht. Ich verbrachte Abende und Nächte damit, mich durch Videos und Blogartikel zu wühlen, probierte wild herum, löschte, baute neu und verstand zwischendurch rein gar nichts mehr.

Aber: Ich habe durchgebissen. Nicht elegant, nicht stressfrei, aber eben doch. Und als mein Jahresrückblick am 15. Januar endlich online ging, war das ein Moment purer Erleichterung – so als hätte ich ein Mini-Bergsteigerabzeichen verdient.

Rückblickend war der Blog-Start eine meiner größten Herausforderungen, aber gleichzeitig eine, die mich wachsen ließ. Ich habe gelernt, dass ich technische Hürden nicht mögen muss, um sie trotzdem zu schaffen. Und dass man manchmal einfach stur bleiben muss – besonders, wenn etwas wichtig ist.

Instagram

Mal abgesehen vom täglichen Content – der inzwischen einigermaßen flüssiger läuft als noch im letzten Jahr – bleibt Instagram für mich ein eigenes Universum. Ein kleines, bockiges Universum.

Mein Plan war eigentlich ganz einfach:
1–2 Mal im Monat alles in einem Rutsch vorbereiten.
Filmen, fotografieren, schneiden, bearbeiten, betexten, Hooks formulieren, Captions schreiben – eben einmal richtig im Flow sein und dann wochenweise vorplanen.
So weit die Theorie.

Die Praxis? Ein anderes Kapitel.

Kurz vor meinem Sommerurlaub wollte ich meinen Content für drei Wochen im Voraus planen, damit ich im Urlaub auch wirklich mal abschalten kann. Doch nach dem vierten geplanten Post meldete Instagram höflich-unhöflich:
„Bitte 48 Stunden warten, um weitere Beiträge zu planen – aus Rücksicht auf andere Nutzer.“
Aha. Genau das, was man hören möchte, wenn man nur versucht, organisiert zu sein.

Ich konnte dann zumindest zwei Wochen vorplanen – die letzte musste ich im Urlaub manuell posten. Und als der erste geplante Beitrag endlich automatisch online ging, sah ich direkt das nächste Drama: Mein sorgfältig gestaltetes Titelbild wurde komplett ignoriert. Instagram suchte sich irgendein anderes Bild aus, viel zu klein, mit schwarzem Rand. Natürlich.
Zum Glück konnte ich das Titelbild nachträglich ändern – aber das bedeutete, dass ich jeden zweiten Tag im Urlaub doch wieder am Handy hing, um etwas zu reparieren, das eigentlich automatisch funktionieren sollte.

Nach dem Urlaub wurde es nicht besser. Ich wollte erneut Beiträge planen – doch sie blieben einfach im Ordner „Geplant“ hängen, ohne veröffentlicht zu werden. Also wieder alles manuell. Seit Oktober ist es so schlimm, dass ich geplante Reels auf meinem iPad gar nicht mehr manuell veröffentlichen kann. Ich muss jedes einzelne Reel komplett neu hochladen, bearbeiten, beschreiben. Auf dem Smartphone geht es (noch!) – aber ich ahne schon, dass auch das irgendwann streikt.

Und dann gibt es noch die Edits. Angeblich das Nonplusultra für den Algorithmus – aber für mich einfach nur… naja.
Meine ausgewählten Titelbilder werden nicht übernommen, das Format stimmt nicht, das Raster verschiebt sich, und als Krönung wird das alles in einer Bildkomposition angezeigt, die mich wahnsinnig macht.

Weitere Glanzpunkte:
– Ich kann plötzlich keinen Ort mehr für regionale Reichweite hinzufügen.
– Ich kann keine Test-Reels mehr erstellen, die nur Nicht-Follower sehen.
– Funktionen verschwinden einfach, tauchen wieder auf, verschwinden erneut… ein ewiger Loop.

Instagram ist also weiterhin eines:
Ein täglicher Geduldstest der besonderen Art.
Aber – und das ist die leise Erkenntnis dahinter – ich werde immer flexibler, kreativer und resistenter gegen technische Absurditäten. Wenn mich 2025 eines gelehrt hat, dann das:
Ich kann so viel mehr aushalten, als ich dachte.

Etsy


2025 war auch das Jahr, in dem Etsy mich wieder einmal auf die Probe gestellt hat. Manchmal frage ich mich, ob ich eigentlich einen Keramikshop führe – oder ein Nebenstudium in internationalem Online-Handelsrecht, Bildformatkunde und Bürokratie absolviere.

Fangen wir mit der Bildformat-„Überraschung“ an:
Etsy stellte von heute auf morgen von quadratischen Bildern auf Hochkant um. Bedeutet: Alle Produktbilder erneut bearbeiten, weil plötzlich wichtige Details abgeschnitten wurden. Genau das, was man gern macht, wenn man sowieso bis über beide Ohren Arbeit hat.

Dann tauchten plötzlich neue Pflichtfelder auf: Produktsicherheit, Herstellerangaben. Die Verordnung dazu gibt es seit Dezember 2024 – und ich hatte sie längst in meinen Produktbeschreibungen ergänzt. Also trug ich alles brav zusätzlich in die neuen Felder ein. Wo diese Infos für Kunden erscheinen sollten, war mir zwar schleierhaft, aber gut.
Bis ich Anfang November zufällig bemerkte, dass Etsy die Angaben jetzt einfach doppelt in meine Produktbeschreibung kopiert hatte. Untereinander. Bei ALLEN 63 Artikeln.
Also durfte ich alles wieder einzeln händisch löschen. Freude pur.

Und dann kam der 31. Juli.
Sommerferien, ich gerade im Urlaub angekommen – da trudelte eine Nachricht von Etsy ein:
Sie benötigten „weitere Informationen“, um „regelkonform zu bleiben“ und das Vertrauen der Käufer zu stärken. Wenn ich nicht innerhalb von zehn Tagen reagiere, wird mein Shop pausiert.

Super Timing!
Ich lag am Strand und dachte nur:
Habe ich mir keinen Urlaub verdient? Darf ich nicht EINMAL zwei Wochen nicht ans Business denken?

Aber gut – ich dachte positiv. Endlich trennt Etsy hoffentlich die Spreu vom Weizen: Hobbyverkäuferinnen mit Dumpingpreisen und ohne Rechtskenntnisse fliegen raus, hochwertige Shops werden gestärkt.

Und dann passierte das eigentliche Drama.

Ich hatte im Sommer bewusst keinen Ferienmodus aktiviert, um den Algorithmus nicht zu verärgern, sondern nur die Versandzeit verlängert. Ich plante für den 15. August eine 20 %-Rabattaktion und postete im Urlaub fleißig Beiträge dazu – doch es kam kein einziger Kauf.

Bis mir eine Kundin schrieb:
Sie würde gern bestellen, aber Etsy meldet, dass ich nicht nach Deutschland versende.

WIE BITTE?!

Ich gehe in meine Einstellungen – und sehe den Fehler:
Bei der Etsy-Aktualisierung hatte ich angegeben, dass ich NICHT in die EU liefere.
Deutschland gehört zur EU.
Ergebnis: Ich lieferte offiziell in KEIN Land der Welt.
Mein Shop war eine hübsche Bildergalerie – aber ohne Kaufmöglichkeit.

Dass Etsy mich nicht einmal durch eine Fehlermeldung gewarnt hat wie:
„Möchten Sie wirklich weltweit nichts liefern?“
… bleibt ein Rätsel.

Zum Glück schrieb mich diese Kundin an – sonst wäre mir das noch Wochen später nicht aufgefallen. Und selbst meine Steuerberaterin meinte: „Das hätte mir auch passieren können.“

Nach diesem Ereignis stand meine Entscheidung fest wie gebranntes Steinzeug:
Ich brauche einen eigenen Online-Shop.
Schnellstmöglich.
Unabhängig. Berechenbar. Unter meiner Kontrolle.

Und das habe ich dann auch umgesetzt.

 

WordPress-Störung im August auf meiner Blogseite


Als wäre die Sache mit der Etsy-Nichtlieferung nicht genug gewesen, bekam ich fast zeitgleich eine Nachricht von WordPress: Es gebe technische Probleme mit der Darstellung meiner Blogartikel.

Ich überprüfte alles – und stellte fest, dass eine bestimmte App bzw. ein Plugin die Fehlermeldungen auslöste. Was genau dieses Plugin eigentlich machen sollte, konnte ich auch nach mehrmaligem Durchklicken nicht nachvollziehen. Es war eine dieser Funktionen, die angeblich alles einfacher machen soll, aber am Ende nur Chaos hinterlässt.

Da der IONOS-Support mir trotz mehrfacher Anfrage keine Hilfe bieten konnte (nicht einmal ein Hinweis, wo ich suchen soll …), blieb mir am Ende nur eine Lösung:
App raus, Problem weg.

Und tatsächlich – kaum hatte ich das Plugin gelöscht, waren meine Blogartikel wieder normal sichtbar.

Ich sage es mal so:
Manchmal ist nicht der Mensch zu unerfahren für die Technik, sondern die Technik zu kompliziert für das, was sie eigentlich leisten soll. Und das war so ein Fall. Bis heute habe ich keine Ahnung, wofür dieses Plugin gedacht war – aber ich weiß, dass mein Blog seitdem stabil läuft. Und das reicht mir. Noch bis zum 26. Januar, dann ist meine Blog-Seite von World Press weg, dann findest du meine Blogs nur noch über meine Homepage.


Meine Zettelwirtschaft


Ich gebe es zu: Bei mir herrscht eine Zettelwirtschaft, die ihresgleichen sucht. Wenn mir zwischendurch eine Idee kommt – und das passiert oft – greife ich zum nächstbesten Notizblock. Oder Haftzettel. Oder irgendeinem Stück Papier, das gerade herumliegt. Ergebnis:
Überall im Haus, im Büro, in der Werkstatt liegen kleine Gedankenfetzen herum.

Dazu kommen noch 10.000 digitale Notizen auf meinem iPad, meinem Smartphone und ein prall gefülltes Journal. Ich habe ständig tausend Dinge im Kopf – und man sieht es meinem Schreibtisch leider auch an.

Erschwerend kommt dazu, dass ich im Hauptberuf und im Nebenberuf im gleichen Büro arbeite. Ein Schreibtisch, zwei Welten. Und mittlerweile mischen sich die Unterlagen fröhlich miteinander, sodass ich manchmal selbst nicht mehr weiß, was wohin gehört. Es ist… sagen wir: eine Herausforderung.

Ich merke, dass ich hier dringend eine praktikable Lösung brauche. Zumindest die handschriftlichen Zettel sollten an einem Ort gesammelt werden – bevor sie irgendwann ein Eigenleben entwickeln.

Wenn du eine wirklich gute Methode kennst, wie man kreative Chaos-Zettelwirtschaft in ein funktionierendes System verwandelt: Bitte her damit! Ich bin für jede Inspiration dankbar.

WAS IST 2025 RICHTIG GUT GELAUFEN?

Die Einführung meiner personalisierten Hausnummer


Eines meiner Herzensprojekte dieses Jahres war die Gestaltung individueller Hausnummern – und ich bin unglaublich glücklich darüber, wie gut sie angenommen werden. Ich durfte nicht nur mehrere reguläre Aufträge fertigen, sondern auch einige Sonderwunsch-Anfertigungen umsetzen. Jede einzelne hat mir gezeigt, wie viel Freude es macht, etwas zu gestalten, das so persönlich und bedeutungsvoll ist.

Eine Hausnummer ist schließlich das Erste, was Menschen sehen, wenn sie ein Zuhause betreten.
Und ich finde: Wenn du besonders bist, warum sollte deine Hausnummer nicht auch besonders sein?

Zu erleben, wie einzigartig jedes fertige Stück wird – und wie sehr sich Kundinnen und Kunden darüber freuen – gehört definitiv zu den schönsten Erfolgen meines Jahres.

Pinterest

Meine täglichen Posts auf Pinterest haben sich dieses Jahr tatsächlich ausgezahlt. Stand 19.12. komme ich auf 9,5 K Impressionen – und ja, auch auf drei Follower, die sich wirklich für meine Keramik interessieren. Es sind kleine Schritte, aber es sind Schritte in die richtige Richtung.

Ein großes Highlight war, dass ich mich endlich als verifizierte Händlerin anmelden konnte. Das war erst möglich, seit ich einen eigenen Online-Shop habe und ihn direkt mit Pinterest verknüpfen konnte – etwas, das mit Etsy allein nicht funktioniert hat.
Dieser kleine blaue Haken fühlt sich an wie ein offizielles „Du gehörst dazu“.

Meine Pins sind sicher noch ausbaufähig, aber im Alltag zwischen Töpferwerkstatt, Shop, Social Media und Büro fehlt mir schlicht die Zeit, jeden Pin hochglanzprofessionell zu gestalten. Und das ist okay. Ich mache es so gut, wie es sich einrichten lässt – und Pinterest zeigt mir, dass auch dieser Weg Wirkung hat.

2025 hat Pinterest für mich zu einem Kanal gemacht, der wächst, langsam, aber stetig – und darauf bin ich stolz.

Hier kommst du zu meinem Pinterestprofil.

 

Umsatzzahlen


2025 war für mein kleines Handmade-Business ein richtig gutes Jahr: Meine Verkäufe auf Etsy haben sich im Vergleich zu 2024 tatsächlich verdreifacht. Das fühlt sich für mich wie ein großes Stück Bestätigung an – dafür, dass meine Arbeit ankommt, gesehen wird und geschätzt wird.

Und als wäre das nicht schon schön genug, wurde ich im August 2025 wieder zum Verkäufer-Star ernannt. Ein kleines Abzeichen – aber eines, das mir zeigt, dass sich meine Mühe, meine Qualität und meine Ausdauer lohnen.

Privat-Verkäufe hatte ich auch noch und mein Brennservice für den Raum Mössingen wurde auch mehrmals in Anspruch genommen.

Meine Schüchternheit auf Instagram


Ich gebe zu: Mein erstes Sprech-Reel war für mich eine kleine Mutprobe. Ich hatte richtig Schiss davor. Die ersten Versuche? Mindestens 6–10 Takes pro Reel, bis ich halbwegs zufrieden war. Anfangs ließ ich mir meine Texte von ChatGPT optimieren – was leider dazu führte, dass ich mir beim Aufnehmen rein gar nichts merken konnte. Kein Wunder: So spreche ich im echten Leben nicht. Irgendwann war mir klar: Ich muss meinen eigenen Ton finden, nicht irgendeine perfekte Textversion.

Mittlerweile habe ich meinen kleinen Kniff gefunden und werde vor der Kamera tatsächlich sicherer. Aber der Aufwand dahinter… puh.

Bevor ich überhaupt filmen kann, checke ich erst mal, ob ich halbwegs präsentabel bin: Haare, Hände, Gesicht – alles einmal durch den Augen-von-außen-Filter. Dann richte ich Kamera, Stativ, iPad oder Smartphone her, suche die Keramikstücke aus dem Lager zusammen, überlege mir Requisiten oder die passende Szene. Und der Drehbereich? Der muss dann natürlich auch aufgeräumt sein. Also: Noch schnell putzen, räumen, kehren. Wer denkt, ein Reel sei in 10 Minuten gemacht – no way.

  • Melanie beim Glasieren einer Garten Kugel
    Melanie beim Glasieren einer Garten Kugel

Die Vorbereitung frisst Zeit, und die Videobearbeitung erst recht. Am Handy geht’s gar nicht, da ist mir alles zu klein, trotz Brille. Auf dem iPad klappt es besser, und am PC mittlerweile sogar ganz gut – aber von professionell bin ich weit entfernt. Wenn ich die superpolierten Reels von anderen Creator:innen sehe, fühle ich mich manchmal wie die Frau vom Dorf mit dem VHS-Camcorder aus den 90ern.

Und dann dieses Gefühl: Ich kann nicht jede Minute meines Tages filmen. Eigentlich will ich jetzt in meine Werkstatt und töpfern – und leben. Mir fehlen außerdem Know-how und Zeit, um jede erdenkliche Videobearbeitungsfunktion zu meistern. Ich mache das, was ich kann – und das so gut es eben geht.

WAS LASSE ICH IM JAHR 2024 ZURÜCK – UND NEHME ES NICHT MIT INS JAHR 2025?

Mein Instagram-Hustle 

Wie bereits erwähnt, habe ich im Mai für ein halbes Jahr einen Instagram-Kurs absolviert. Wenn ich heute meinen Jahresrückblick schreibe, wird mir eines sehr klar:
Es war die schlechteste Entscheidung meines Jahres.

Mein Lebensmotto lautet „Hör auf dein Herz“ – und genau dieses Motto habe ich 2024 konsequent ignoriert. Rückblickend muss ich mir das ehrlich eingestehen. Schon direkt nach dem Buchen des Kurses fühlte ich mich überrumpelt. Es war eine schnelle, unüberlegte Entscheidung, die sich in meinem Inneren nie wirklich richtig angefühlt hat.

Der Kurs bestand aus Online-Videos, die ich durcharbeiten sollte, und wöchentlichen Q&A-Abenden. Meine Absicht war klar:
Ich wollte Instagram wirklich verstehen, lernen, wie ich authentischen Content erstelle, eine sinnvolle Strategie entwickeln und das Gelernte gezielt anwenden. Das Ziel dahinter war ebenso klar – mein Label bekannter machen, Vertrauen in mich und meine Keramiken aufbauen und letztlich mehr Menschen in meinen Shop führen. Denn ohne Besucher:innen keine Käufe.

Außerdem hoffte ich auf Arbeitserleichterung. Wenn ich einmal wüsste, worauf es ankommt, würde ich meinen Content doch „einfach“ regelmäßig produzieren können. Wie am Schnürchen.
Falsch gedacht.

Von Mai bis November saß ich unzählige Abende bis spät am PC im Büro oder mit dem iPad auf dem Sofa, schnitt Videos oder gestaltete Karussell-Posts. Die wöchentlichen Rückmeldungen meiner Kursleiterin reichten von plausibel über gut bis hin zu schlecht oder miserabel. Das hätte ich anders machen sollen. Das Licht ist nicht gut. Der Hintergrund zu bunt.

Und ich?
Ich steckte plötzlich in einem Tunnel. Wurde ehrgeizig. Wollte alles richtig machen. Jeden Ratschlag umsetzen. Koste es, was es wolle – nur leider mit einer Strategie, die im Nachhinein einfach nicht meine war.

Mein Content im Jahr 2024 war nicht wirklich ich. So aufdringlich bin ich nicht. Und so will ich auch niemals sein.

Das Lustigste – oder vielleicht auch Traurigste – daran?
Nach Drehtagen oder stundenlanger Videobearbeitung konnte ich nachts kaum schlafen. Ich lag wach und überarbeitete meine Reels im Kopf, feilte an besseren Captions, stärkeren Hooks, flüssigeren Übergängen.
Komplett verrückt, oder?

Und wofür das alles?
Für fünf Likes und im Durchschnitt 120 Views.

Versteh mich bitte nicht falsch:
Ich bin unendlich dankbar für jede einzelne Person, die mir folgt, mir schreibt oder meine Arbeit unterstützt. Wirklich.

Aber manchmal stelle ich mir trotzdem diese eine ehrliche Frage:

Ist dieser Aufwand das wirklich wert?

Mein Vorsatz für 2025 in meinem letzten Jahresrückblick lautete: ICH MUSS GAR NICHTS.
Und genau das muss auch wieder für Instagram gelten.

Schon gar nicht, wenn mich eine App meine Nachtruhe kostet. Wenn ich abends im Bett liege und meine Gedanken um Hooks, Reels und Captions kreisen, statt zur Ruhe zu kommen – dann läuft etwas grundlegend falsch.

Und im Urlaub?
Da will ich genau das: Urlaub.
Zeit für mich, für neue Eindrücke, für Stille, für echtes Abschalten. Nicht für den Druck, ungepostete Reels nachträglich hochzuladen oder Inhalte neu zu planen, nur weil technische Automatismen nicht mehr greifen und „Regelmäßigkeit“ angeblich alles ist.

Ich habe mein Label Heartmade4home gegründet, um wertvolle, handgemachte Keramik für den Garten zu gestalten. Für Frauen, die ihren Garten nicht mit Baumarkt-Deko oder 08/15-Massenware schmücken möchten, sondern mit etwas Persönlichem. Mit Stücken, die Charakter haben, die bleiben dürfen und Freude machen.

Genau das soll wieder mein Fokus werden.
Denn in der Zeit, in der ich meinen Instagram-Kurs gemacht habe, hätte ich mindestens zwanzig neue Produktserien entwerfen, töpfern und glasieren können. Zwanzig neue Ideen, die jetzt nur in meinem Kopf existieren.

Das ist meine Leidenschaft.
Das ist meine Energie.
Das ist das, was ich wirklich will.

Also, liebes Instagram:
Algorithmus hin oder her. Reichweite hin oder her.
2025 poste ich, wenn ich es will, wann ich es will und so, wie es sich für mich richtig anfühlt. Ohne Druck. Ohne Zwang. Ohne mich selbst zu verbiegen. Ich ziehe meinen Hut vor allen Handmade-Labels, die ihr Instagram-Marketing so professionell, mit Leidenschaft und großer Konsequenz nebenher schaffen – neben Werkstatt, Alltag und allem, was sonst noch dazugehört.
Für mich habe ich entschieden, mein Pensum im nächsten Jahr bewusst zu reduzieren und meinen Content auf etwa drei Beiträge pro Woche zu fokussieren, weil mir diese Form von Kontinuität langfristig besser guttut.

Und an euch, liebe Follower:innen:
Wenn ihr auch im nächsten Jahr Einblicke hinter die Kulissen bekommen möchtet – ganz unabhängig von Algorithmen, Trends oder Posting-Zeiten – dann meldet euch gerne zu meinem Newsletter an. Dort teile ich meine Arbeit, meine Gedanken und meine Keramik so, wie sie wirklich ist: ehrlich, ruhig und von Herzen gemacht.

MEIN AUSBILICK AUF 2026

Was ich 2026 anders (besser) mache:

Ich habe letztens ein Zitat gelesen, das perfekt zu mir passt:
„Ich brauche keine neuen guten Vorsätze – die alten sind noch so gut wie unangetastet.“

Und ja, da habe ich mich ein bisschen ertappt gefühlt.

Für 2026 möchte ich es bewusst anders angehen: Klarer, realistischer und vor allem liebevoller mit mir selbst. Ich will mich weniger stressen lassen von Dingen, die ich nicht beeinflussen kann (hallo Instagram), und dafür mehr Energie in das stecken, was mich wirklich erfüllt: meine Keramik, meine Community und mein Wachstum – in meinem eigenen Tempo.

Ich möchte besser priorisieren, weniger im „Ich muss noch schnell…“-Modus sein, bewusster Pausen einbauen und meine Prozesse so vereinfachen, dass sie zu meinem Leben passen – nicht gegen mich arbeiten.

2026 soll ein Jahr werden, in dem ich klüger arbeite, nicht härter. Und in dem ich mir erlaube, meine alten Vorsätze endlich nicht nur mitzuschleifen, sondern sie vielleicht wirklich umzusetzen. Schritt für Schritt, ohne Druck, aber mit viel Herz.

 

Projekte und Ziele für 2026:

Kunsthandwerkermärkte:

In 2026 möchte ich UNBEDINGT an einem echten Kunsthandwerkermarkt teilnehmen. Ich bin noch mitten in der Recherche, aber eines ist mir schon jetzt klar: Ich möchte nur auf Märkte gehen, bei denen ausschließlich professionelle Kunsthandwerker:innen ausstellen dürfen. Märkte, auf denen Hobby-Töpferinnen mit Dumpingpreisen teilnehmen, kommen für mich nicht infrage – diese Preiskonkurrenz ist einfach unfair.

Trotz der oft enormen Vor- und Nachbereitungszeit sowie den emotionalen Markttagen selbst, zieht es mich zurück zu den Menschen. Ich sehne mich nach echtem Kontakt, nach spontanen Reaktionen, nach leuchtenden Gesichtern, wenn jemand meine Keramik entdeckt. Nach Gesprächen, Feedback, echten Begegnungen.

Es tut meiner Seele gut, meine Stücke nicht nur online zu zeigen, sondern auch live – mitten im Leben, mitten unter Menschen.

Mehr Struktur und Ordnung

2026 möchte ich endlich mehr Struktur in meine kreative Zettelwirtschaft bringen. Ich wünsche mir ein System, bei dem meine Ideen, Notizen und To-dos nicht mehr quer durchs Haus verteilt liegen, sondern gesammelt an einem Ort – übersichtlich, auffindbar und logisch sortiert.

Wie ich das genau umsetze, weiß ich noch nicht. Aber ich weiß, dass es machbar ist. Und ich weiß, wie viel leichter sich mein Alltag anfühlen wird, wenn ich nicht mehr meine Haftnotizen, fünf Notizenblöcke, drei digitale Listen und ein Journal durchsuchen muss, um die eine Information zu finden.

Ein Schritt nach dem anderen – und irgendwann wird aus Chaos Ordnung, ohne dass der kreative Funke verloren geht.





  • Internetverbindung an manchen Tagen wie in der Wüste
    Internetverbindung an manchen Tagen wie in der Wüste

Unmögliches Glasfaser-Netz


Seit unserem Anbieterwechsel von der Telekom zur Deutschen Glasfaser bekomme ich gefühlt jeden zweiten Tag einen halben Nervenzusammenbruch. Mein Büro liegt nicht im Wohnhaus, sondern separat neben der Garage – und genau dort verabschiedet sich das WLAN regelmäßig für ein paar Sekunden. Natürlich immer mitten in einer Bearbeitung, sodass mein PC komplett „spackt“. Aber nicht nur dort: Selbst im Wohnhaus habe ich inzwischen regelmäßig Probleme, überhaupt ein stabiles WLAN-Signal zu bekommen.

Der Kundendienst kann oder will uns übrigens nicht wirklich helfen. Die Empfehlung lautete sinngemäß: „Legen Sie doch im ganzen Haus neue Leitungen und bauen Sie ein komplettes LAN-Netzwerk auf.“
Ja klar – bedeutet im Alltag: Mauerwerk vom Keller bis zur Bühne öffnen, quer durch den Gartenweg zum Büro graben, Leitungen verlegen und alles wieder schließen. Total logisch. Total praktikabel. Total… nein.

Und als wäre das nicht genug, wurde uns vor Vertragsabschluss auch nicht gesagt, dass unser ISDN-Telefon mit Glasfaser nicht mehr kompatibel ist. Heißt: Ich durfte neue analoge Telefone kaufen – eines für privat, eines fürs Geschäft und eines für die Haustürklingel. Plus natürlich mein Smartphone.

Inzwischen habe ich mich schon erkundigt, wie lange wir an den Vertrag gebunden sind und ab wann ein Wechsel zurück möglich wäre. Mit unserem alten Anbieter lief nämlich die letzten 20 Jahre alles völlig problemlos. Mitte nächsten Jahres ist das Gottseidank so weit.

 

Toten-Hosen-Konzerttickets ergattert


Bei den Ärzten war ich leider zu spät dran – aber bei den Toten Hosen hat es im März endlich geklappt! Ich hing zwar gefühlt eine halbe Ewigkeit in der Warteschlange fest, aber am Ende habe ich tatsächlich Tickets für Juni 2026 ergattert.

Ich freue mich jetzt schon riesig auf das Konzert!

MEIN MOTTO FÜR 2026 HEISST

Ohne Perfektion geht’s auch


Ich bin fest davon überzeugt: Wenn man etwas wirklich von Herzen will, dann muss man einfach anfangen. Nicht warten, bis alles perfekt ist, nicht jedes Detail zerdenken, nicht jeden Schritt bis ins Letzte planen. Perfektion ist oft nur eine elegante Ausrede, um nicht loszugehen.

Denn wenn alles erst perfekt sein müsste, würden wir vermutlich nie beginnen – es gäbe immer etwas, das man noch verbessern, optimieren oder „vorher klären“ könnte.

2026 möchte ich mutiger starten, unperfekt anfangen, ausprobieren, nachjustieren und wachsen.
Nicht perfekt – aber echt.
Nicht glatt – aber mit Herz.

Wie ist dein Jahr 2025 gelaufen? Schreib mir gerne eine Nachricht an melanie(at)heartmade4home.de